Qualifizierte Sprachmittlung im Gesundheitswesen

Im Alltag deutscher Krankenhäuser und Arztpraxen kommt es immer wieder zu Situationen, in denen Sprachbarrieren überwunden werden müssen:
Ärztinnen und Ärzte oder Pflegekräfte treffen auf Migranten, Flüchtlinge, Touristen oder Personen, die sich temporär in Deutschland aufhalten, die deutsche Sprache aber nicht (ausreichend) beherrschen. In diesen Situationen wird der Einsatz von sprachmittelnden Personen notwendig.

Was ist Sprachmittlung?

Sprachmittlung ist der Oberbegriff, unter dem Übersetzen und Dolmetschen zusammengefasst werden.
Dabei meint Übersetzen das schriftliche Übertragen von Inhalten aus einer Sprache in eine andere. Dolmetschen hingegen ist die mündliche Übertragung dieser Inhalte. Dabei überträgt die dolmetschende Person das gesprochene Wort entweder simultan, also nahezu zeitgleich, oder konsekutiv, also nachträglich. Dolmetscherinnen und Dolmetscher kommen zum Beispiel bei internationalen Veranstaltungen zum Einsatz. Sie verdolmetschen Reden oder auch Verhandlungsgespräche zwischen Personen, die unterschiedliche Sprachen sprechen.

Sprachmittlungssituationen im Alltag

Sprachmittlungssituationen können im Alltag in verschiedenen Kontexten und Bereichen auftreten:

Recht

Im rechtlichen Kontext kann eine Sprachmittlung zum Beispiel notwendig werden, wenn Menschen unterschiedlicher Nationalitäten gemeinsam einen Vertrag schließen wollen. Dann wird der Vertrag in einer Sprache aufgesetzt und in die andere Sprache übersetzt.
Auch wenn sich die Wege zweier Menschen trennen, kann eine Sprachmittlung in Form einer Übersetzung notwendig werden. Das passiert zum Beispiel, wenn sich zwei Personen unterschiedlicher Herkunft scheiden lassen, ein Scheidungsurteil vor einem französischen Gericht ergeht und im Anschluss ins Deutsche übersetzt wird.

Wirtschaft

Zahlreiche Unternehmen sind länderübergreifend oder sogar global tätig. Sei es, dass sie Niederlassungen in anderen Ländern haben, oder Kunden im Ausland betreuen. Damit alle Stakeholder immer auf dem aktuellen Stand sind, werden Geschäftsberichte und Produktinformationen in die betreffenden Sprachen übersetzt. Unternehmensinterne und -externe Kommunikation muss übersetzt werden. Auf Konferenzen und Kongressen kommen auch dolmetschende Personen zum Einsatz.

Gesundheitswesen

Aufgrund von Globalisierung und Migration sind Sprachmittlungssituationen im deutschen Gesundheitswesen inzwischen an der Tagesordnung. Immer häufiger kommen Patientinnen und Patienten in deutsche Praxen und Krankenhäuser, verfügen aber nicht über ausreichende Deutschkenntnisse, um das Pflegepersonal und/oder behandelnde Ärztinnen und Ärzte zu verstehen. Hier werden Sprachmittler benötigt, um eine gelingende Kommunikation zu gewährleisten.

Dieser Blogbeitrag gibt Ihnen einen ausführlichen Überblick darüber:

  • wie Sprachmittlungssituationen im deutschen Gesundheitswesen gelöst werden,
  • welche Schwierigkeiten die aktuellen Lösungsansätze bergen und
  • welche Verbesserungsmöglichkeiten es gibt.

Der Einsatz von Ad-hoc-Dolmetschenden

Im Alltag deutscher Krankenhäuser und Arztpraxen kommt es häufig dazu, dass Pflegekräfte oder Angehörige einspringen, um für Patientinnen und Patienten zu dolmetschen. Auf den ersten Blick mag das eine naheliegende Lösung sein. Die Pflegekräfte sind sowieso vor Ort und vom Fach. Doch so einfach ist es nicht. Auch sehr gut ausgebildete Pflegekräfte sind dennoch keine Ärzte. Fachtermini kennen sie häufig nur auf Deutsch und nicht in der Sprache, in die sie dolmetschen.

Sollen Angehörige dolmetschen, wird es häufig noch komplizierter. Da sie nicht über das notwendige Fachwissen verfügen, können sie die Informationen nicht adäquat vermitteln. Außerdem stehen sie der Patientin bzw. dem Patienten vermutlich sehr nahe und müssen bei der Verdolmetschung auch ihre eigenen Gefühle hintenanstellen und das Wohl der Patientin bzw. des Patienten an erste Stelle setzen. Besonders schwierig wird das, wenn Kinder für ihre Eltern dolmetschen. Das kann sehr belastend sein.

Schwierigkeiten und Probleme des Ad-hoc-Dolmetschens

Pflegekräfte und Angehöriger kommen immer wieder als Ad-hoc-Dolmetscherinnen und -Dolmetscher zum Einsatz. Diese Lösung ist praktisch. Auf den ersten Blick spart sie Zeit und Geld. Aber was steckt wirklich dahinter?

Beispiel: Aufklärungsgespräch mit einem Arzt vor einer Operation

Carlo*, 40 Jahre, Spanier, hat sich bei der Arbeit in die Hand geschnitten. In zwei Fingern hat er kein Gefühl mehr. Er fährt mit seiner Tochter Maria, 12 Jahre, ins Krankenhaus. Der behandelnde Arzt entscheidet umgehend, Carlo zu operieren. Er vermutet, dass der Nerv beschädigt wurde. Schnelles Handeln ist gefordert.
Vor der Operation muss der behandelnde Arzt Carlo erklären, was bei der Operation passiert. Auch mit der Narkoseärztin hat Carlo ein Gespräch. Sie erklärt ihm, welche Risiken eine Narkose mit sich bringt. Am Ende des Gesprächs händigt die Ärztin Carlo mehrere Formulare aus, die er unterschreiben muss, damit die Operation durchgeführt werden kann.
Carlo versteht weder, was der behandelnde Arzt ihm erklärt, noch was die Narkoseärztin eigentlich von ihm will. Er ist sehr dankbar, dass Maria ihn begleitet. Sie ist in Deutschland aufgewachsen und spricht die Sprache sehr gut. Zu Hause haben sie immer Spanisch gesprochen. Deshalb kann Maria für ihren Vater «dolmetschen».

Verschiedene Kommunikationsebenen

Schauen wir uns einmal genauer an, wer hier miteinander kommuniziert:

A. Der behandelnde Arzt (1) und die Narkoseärztin (2)
B. Maria, 12 Jahre, als Vermittlerin (ES-DE)
C. Luigi, versteht die deutsche Sprache nicht

A1 und A2 sind Experten auf ihrem Gebiet. Sie haben Medizin studiert, sind fachlich ausgebildet und in der Kommunikation mit Laien geschult.
B ist Laie. Es mangelt ihr an Fachwissen. Unter Umständen versteht sie nicht alles, was A1 und A2 sagen. Vielleicht gibt sie Inhalte falsch wieder oder lässt wichtige Punkte aus.
C versteht gar nicht, was A1 und A2 sagen. Er muss sich voll und ganz darauf verlassen, was B ihm erklärt. Am Ende ist er sich nicht ganz sicher, ob er wirklich alles verstanden hat, denn schließlich ist auch er kein Experte auf diesem Gebiet.

Arzt, Narkoseärztin, Patient und Tochter im Gespräch

* Fiktives Beispiel

Warum ist dieses Vorgehen problematisch?

In der oben beschriebenen Situation kommunizieren zwei Experten mit einem Laien. In diesem Kommunikationsfluss kann es zu einem Verlust und einer Verzerrung von Informationen kommen. In anderen Situationen kann das schwerwiegende Folgen nach sich ziehen, zum Beispiel:

  • dass Medikamente nicht oder falsch eingenommen werden,
  • Behandlungen unnötig in die Länge gezogen werden oder gar nicht erst stattfinden,
  • falsche Behandlungen durchgeführt werden.

Für Angehörige wie Maria kann eine solche Situation sehr belastend sein. Vielleicht kann Carlo seine Hand nie wieder richtig nutzen. Das würde ggf. bedeuten, dass er nicht mehr in seinem Beruf arbeiten kann. Das schürt Existenzängste bei einer 12-Jährigen, die vermutlich gerade mehr mit sich selbst beschäftigt ist.
Auch für den behandelnden Arzt und die Narkoseärztin ist diese Situation schwierig. Sie sind rechtlich zur Aufklärung ihrer Patientinnen und Patienten verpflichtet.

Gesetzliche Grundlagen

Gemäß § 630e I BGB sind behandelnde Personen dazu verpflichtet, ihren Patientinnen und Patienten alle notwendigen Informationen mitzuteilen, die sie benötigen, um in die Durchführung der Behandlung einwilligen zu können:

Dazu gehören insbesondere Art, Umfang, Durchführung, zu erwartende Folgen und Risiken der Maßnahme sowie ihre Notwendigkeit, Dringlichkeit, Eignung und Erfolgsaussichten im Hinblick auf die Diagnose oder die Therapie.

Außerdem muss «auf Alternativen zur Maßnahme hin[ge]weisen [werden], wenn mehrere medizinisch gleichermaßen indizierte und übliche Methoden zu wesentlich unterschiedlichen Belastungen, Risiken oder Heilungschancen führen können.»

Formale Vorgaben

Neben den inhaltlichen Punkten legt das Gesetz in Absatz II auch die Form der Aufklärung fest:

Die Aufklärung muss
1. mündlich durch den Behandelnden oder durch eine Person erfolgen, die über die zur Durchführung der Maßnahme notwendige Ausbildung verfügt; ergänzend kann auch auf Unterlagen Bezug genommen werden, die der Patient in Textform erhält,
2. so rechtzeitig erfolgen, dass der Patient seine Entscheidung über die Einwilligung wohlüberlegt treffen kann,
3. für den Patienten verständlich sein.
Dem Patienten sind Abschriften von Unterlagen, die er im Zusammenhang mit der Aufklärung oder Einwilligung unterzeichnet hat, auszuhändigen.

Es gibt also eine gesetzliche Regelung, nach der Patientinnen und Patienten vor der Durchführung einer Behandlung genauestens informiert werden müssen, und zwar durch die Behandlerin oder den Behandler selbst oder durch «eine Person, die über die zur Durchführung […] notwendige Ausbildung verfügt».

Dieser Nachsatz unterstreicht, wie wichtig es ist, dass Patientinnen und Patienten von qualifizierten Personen über die Behandlung aufgeklärt werden. Wird das Aufklärungsgespräch durch eine unqualifizierte Person verdolmetscht, ist die Gefahr groß, dass beispielswese Fehler unterlaufen oder wichtige Punkte ausgelassen werden.

Weiterhin ist zu betonen, dass in Satz 3 festgelegt wird, dass das Aufklärungsgespräch für die Patientin bzw. den Patienten verständlich sein muss. Dieser Satz betrifft neben dem Inhalt des Gesprächs auch die Sprache, mit deren Hilfe der Inhalt transportiert wird. Somit ist die behandelnde Person dazu verpflichtet, sicherzustellen, dass die Kommunikation mit der Patienten oder dem Patienten gelingt. Deshalb müssen Arzt oder Ärztin dafür sorgen, dass alle notwendigen Informationen durch eine qualifizierte Person in angemessener Sprache zur Patientin oder zum Patienten gelangen.

Konsequenzen für behandelnde Personen

Kommt es in Folge einer ergriffenen Maßnahme dazu, dass ein Risiko eintritt, über das zuvor im Aufklärungsgespräch zwar informiert wurde, über das die Patientin oder der Patient aber aufgrund einer schlechten Verdolmetschung dennoch keine Kenntnis hatte, so kann die Patientin oder der Patient Haftungsansprüche gegenüber der behandelnden Person geltend macht.

In diesem Zusammenhang stellen sich insbesondere zwei Fragen: Wie kann die behandelnde Person sicherstellen,

  1. dass die Patientin bzw. der Patient den Inhalt des Aufklärungsgesprächs tatsächlich verstanden hat?
  2. dass die Dolmetscherin oder der Dolmetscher für die Verdolmetschung qualifiziert genug ist?

Lösungsmöglichkeiten

Im Aufklärungsgespräch kann sich die behandelnde Person einen Eindruck über das Verständnis der Patientin oder des Patienten verschaffen. Dafür ist es aber notwendig, dass ein beidseitiges Gespräch stattfindet, indem sowohl die Patientin oder der Patient die behandelnde Person versteht, als auch andersherum.

Voraussetzungen

Haben beide Seiten keine gemeinsame Sprache, über die sie sich verständigen können, benötigen Sie eine sprachmittelnde Person, die das Gelingen der Kommunikation sicherstellt. Diese muss jedoch bestimmte Voraussetzungen erfüllen, um ihrer Aufgabe gerecht zu werden. Sie muss:

  • beide Sprachen beherrschen,
  • die Inhalte fachsprachlich korrekt für Laien verdolmetschen können,
  • Fingerspitzengefühl haben
  • professionelle Distanz zum Patienten/zur Patientin wahren,
  • die eigenen Grenzen der Belastbarkeit kennen und respektieren können.

Qualifikationsmöglichkeiten

Derzeit gibt es in Deutschland keine einheitliche Ausbildung für Dolmetscherinnen und Dolmetscher. Es besteht die Möglichkeit, ein dolmetschbezogenes Studium der Translationswissenschaften zu absolvieren, zum Beispiel:

Weiterhin kann auch eine staatliche Prüfung abgelegt werden.

Fazit

Die Sprachmittlungssituationen in deutschen Krankenhäusern und Arztpraxen ist verbesserungswürdig. Einheitliche Standards hinsichtlich der Qualifikation von sprachmittelnden Personen im Gesundheitswesen auf Bundesebene könnten das Gelingen der Kommunikation zwischen behandelnden Personen und Patientinnen und Patienten sicherstellen.

Weiterführende Links:

Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer: Kostenübernahme Dolmetschen im Gesundheitswesen

Bürgerliches Gesetzbuch, § 630e, Aufklärungsgespräch

La Diada – ein Tag im Zeichen der Unabhängigkeit

Morgen ist es wieder so weit. Katalonien feiert wie jedes Jahr am 11. September den Día de Catalunya, den katalanischen Nationalfeiertag, kurz La Diada. An diesem Tag gedenken die Katalanen dem 11. September 1714, an dem Katalonien am Ende des spanischen Erbfolgekrieges seine Unabhängigkeit verlor.

Dann ziehen wieder tausende Katalanen durch die Straßen Barcelonas und demonstrieren für ihre Unabhängigkeit. Sie schwingen die Estelada, die gelb-rot gestreifte Unabhängigkeitsflagge mit einem weißen Stern auf einem blauen Dreieck. Eine Abwandlung der Senyera, der offiziellen katalanischen Flagge.

Referendum im Oktober 2017

Im Oktober 2017 gab es ein Unabhängigkeitsvotum, bei dem mit einer Wahlbeteiligung von 42,5 % der Katalanen 90 % für die katalanische Unabhängigkeit von Spanien gestimmt haben. Da das Referendum jedoch gegen die spanische Verfassung verstieß, wurde auch das Ergebnis nicht anerkannt.

Spanien besteht aus 17 autonomen Gemeinschaften, den sogenannten Comunidades Autónomas. Eine dieser Comunidades ist Katalonien. Die Loslösung einer dieser Gemeinschaften ist jedoch in der spanischen Verfassung gar nicht vorgesehen. Deshalb erklärte die spanische Regierung in Madrid das Referendum für ungültig.

Die katalanischen Politiker riefen am 10. Oktober 2017 trotzdem die unabhängige Republik Katalonien aus – ohne rechtliche Legitimation. Infolgedessen kam es zur Absetzung und Verhaftung katalanischer Regierungspolitiker. Zahlreiche, unter ihnen auch Regierungspräsident Carles Puigdemont, flohen ins Ausland.

Gerichtsprozess und brennende Autos

Zwei Jahre später, im Oktober 2019, verurteile der oberste spanische Gerichtshof, das Tribunal supremo, die Inhaftierten unter anderem wegen Aufruhrs zu 9-13 Jahren Haft. Dieses Urteil hat man in Katalonien als sehr streng empfunden. Deshalb kam es nach der Urteilsverkündung in Barcelona zu Unruhen. Autos und Müllcontainer wurden angezündet.

Die Gründe

Inzwischen zieht sich ein tiefer Graben durch die katalanische Gesellschaft, denn die Hälfte der Katalanen fordert nach wie vor die katalanische Unabhängigkeit. Währenddessen sehnt sich die andere Hälfte nach Ruhe und Stabilität. Auf beiden Seiten wächst der Unmut. Doch woher rührt dieser starke Wunsch nach Unabhängigkeit?

Kulturelle Besonderheiten

Bei einem Blick in die katalanische Geschichte wird schnell deutlich, dass Katalonien eine Sonderstellung einnimmt. Das Land, in dem Antoni Gaudí herausragende Bauwerke, wie die Sagrada Famiglia, errichtet hat, ist stolz auf eine Kultur, die sich über Jahrhunderte entwickelt hat.

Anlässlich bedeutender Feiertage, wie dem Mercè Fest, das traditionell Ende September gefeiert wird, kommt man nicht umhin, an nahezu jeder Straßenecke auf eine Menschenpyramide, ein sogenanntes Castell, zu stoßen. Die Teilnehmer, Castellers, erklimmen dabei die Schultern ihrer Kollegen und bauen so einen Turm, an dessen Spitze die jüngsten Teilnehmer stehen, die häufig nicht älter als vier Jahre sind.

Außerdem wird in Katalonien catalán gesprochen. Dieses ist neben dem Spanischen, dem castellano, Amtssprache in Katalonien. Es handelt sich hierbei also um eine vollwertige eigene Sprache und nicht nur um einen Dialekt. Das Katalanische ist eine romanische Sprache, die auch Amtssprache in Andorra, auf den Balearen und in Valencia ist.

Führende Wirtschaftskraft

Neben seiner kulturellen Vielfalt erfreut sich Katalonien auch eines großen wirtschaftlichen Erfolgs. Das BIP von Katalonien liegt im landesweiten Vergleich mit 236,8 Mrd. € auf dem zweiten Platz, knapp hinter Madrid.

Tatsächlich florierte die katalanische Wirtschaft früher noch mehr. Seit dem Unabhängigkeitsreferendum und den damit verbundenen Unruhen wurde die katalanische Wirtschaft jedoch von Madrid abgehängt. Zahlreiche internationale Unternehmen verlegten ihre Niederlassungen nach Madrid. Auch der Tourismus ging zurück.

Ein Gefühl von Ungerechtigkeit

In Interviews mit Anhängern der Unabhängigkeitsbewegung spielt der Wirtschaftsfaktor häufig eine übergeordnete Rolle. Viele sind der Meinung, dass Katalonien viel besser dastehen würde, wenn die Steuerzahlungen direkt an Barcelona gezahlt und im Land bleiben würden.

Aktuell leisten die Katalanen ihre Steuerzahlungen an Madrid. Dort werden die Steuern aller Comunidades verwaltet und gemäß dem Solidarprinzip verteilt. Da die Wirtschaftsleistung Kataloniens deutlich höher ist als die anderer Regionen, verzeichnet Katalonien hierbei insgesamt Verluste. Damit sind viele Katalanen nicht einverstanden.

Zurück zu den Anfängen

Ein Blick in die Geschichte Kataloniens erklärt, warum die Wirtschaft für die Region von so großer Bedeutung ist. Ursprung der katalanischen Wirtschaftsleistung ist Barcelona. Dank seiner strategisch perfekten Lage bot es seit jeher einen hervorragenden Ausgangspunkt für den Seehandel. Das haben die Katalanen schon früh erkannt.

Die Grafschaft Barcelona, auf die das katalanische Adelsgeschlecht zurückgeht, förderte die Entwicklung der Region. Im zehnten Jahrhundert wurden Ausbildungsstätten und Klöster errichtet. Außerdem leisteten die umliegenden Klein-Königreiche, die sogenannten Taifas, Schutzzahlungen an Barcelona. So floss viel Geld in die Hafenstadt. Dieses konnte in den Schiffbau investiert werden. Der Seehandel wurde ausgebaut und das Wirtschaftswachstum so gefördert.

Die Region Kataloniens hat sowohl durch ihre Kultur und Sprache als auch durch ihre Wirtschaftsleistung eine Sonderstellung. Doch es gibt noch einen Grund, mit dem sich der Wunsch nach Unabhängigkeit erklären lässt. Katalonien war lange Zeit ein Königshaus, das im Mittelalter in ganz Europa anerkannt war.

Das Königreich Katalonien-Aragón

Durch die Eheschließung zwischen dem Grafen von Barcelona und der Tochter des Königs von Aragón kam es 1137 zu einem Zusammenschluss mit dem Königreich Aragón. Der aus dieser Ehe hervorgegangene Sohn war Graf Alfonso I von Barcelona und gleichzeitig König Alfonso II von Aragón. Mit ihm wurden Aragón und Katalonien zur Krone Aragón zusammengeschlossen.

Dieses Königshaus bestand in direkter Linie bis 1410 und konnte sich bis dahin stetig weiter ausbreiten und entwickeln. Es entstanden Institutionen, wie der Consell de Cent, der Cort General oder die Diputació del General. Die Etablierung dieser Institutionen führte zu einem gewissen Grad der Selbstorganisation des Volkes und zur Einschränkung der Rechte der Krone.

Ende des Adelsgeschlechts von Barcelona

Mit dem Tod von König Martí I starb 1410 der letzte Adelige des Geschlechts Barcelona. Da er keine Nachfahren hinterließ, stellte sich die Frage nach einem Thronfolger. Die Krone fiel zunächst an einen Neffen, der in Kastilien geboren und aufgewachsen war. Seine Bindung zu Barcelona war entsprechend gering.

Durch eine Eheschließung zwischen den Häusern Katalonien-Aragón und Kastilien kam es in der Erbfolge zu einer Situation, in der der König von Katalonien-Aragón auch die Regentschaft von Kastilien übernehmen muss. Mit seinem Tod fiel die katalanisch-aragonesische Krone jedoch vollständig an Kastilien.

Barcelona bleibt standhaft

Doch Barcelona blieb standhaft. So mussten bis 1700 alle kastilischen Könige nach Barcelona reisen, um dort die Eigenständigkeit der katalanischen Verfassung anzuerkennen. Katalonien war also von jeher eine Region, die vehement ihre eigenen Interessen verfolgte und sich dabei stets weiterentwickelt hat.

Verlust der Unabhängigkeit

Nun gedenken die Katalanen am kommenden Samstag dem Tag, an dem Katalonien endgültig seine Unabhängigkeit verlor. Nachdem katalanische Truppen Barcelona ein Jahr lang gegen spanische und französische Truppen verteidigt hatten, mussten sie schließlich kapitulieren. Auch wenn sie noch so sehr versucht hatten sich zu wehren, so fiel die Region nun doch unter die absolutistische Herrschaft der Bourbonen. Dieser Tag besiegelt das Ende eines Königshauses, das sich über Jahrhunderte behaupten konnte und auf ein uraltes Adelsgeschlecht zurückgeht.

Beschneidung von Rechten

In den folgenden Jahren wurden die Eigenständigkeitsrechte Kataloniens stark beschnitten. Die Katalanen unterlagen fortan der zentralistischen Steuerung aus Madrid. Spanisch sollte ihre neue Amtssprache werden. Immer wieder loderten Bestrebungen nach einer Eigenständigkeit Kataloniens auf – jedoch ohne Erfolg.

Das Autonomiestatut

Ein Zeichen für die Eigenständigkeit setzte das Autonomiestatut, das 1932 erstmals in Kraft trat und die Bildung eines katalanischen Parlaments ermöglichte. Jedoch durchfuhr die spanische Republik, wie viele andere Nationen dieser Zeit, ein zunehmender Rechtsruck, der zu enormen Beschneidungen der katalanischen Autonomie führte.

Heute hat jede der 17 Comunidades Autónomas ein Autonomiestatut. In ihm werden die kulturellen Eigenheiten der Gemeinschaften, ihre Geschichte und Institutionen festgehalten. Die Grenzen der Gemeinschaften werden definiert, ebenso wie das Rechtssystem sowie die Rechte und Pflichten der Bürger.

Verbot unter Franco

Mit dem Aufstieg Francos 1939 wurden auch die Bestrebungen des Katalanismus eingedämmt. Franco verfolgte eine konservative zentralistische Politik, die dem deutschen Nationalsozialismus und dem italienischen Faschismus nahestand. Seine Diktatur bestand bis 1975.

In dieser Zeit wurde den Katalanen ebenso wie den Basken und Galiziern verboten, ihre eigene Sprache zu sprechen. Jede Form der kulturellen Individualität war untersagt. Dazu zählten auch die Gedenkfeiern zum katalanischen Nationalfeiertag.

Kultur, Wirtschaft und Geschichte

Die Suche nach den Gründen für das Unabhängigkeitsbestreben der Katalanen hat uns tief in die katalanische Kultur, Wirtschaft und Geschichte geführt. Warten wir nun gespannt auf die Berichterstattungen zur Diada 2021.

Sie interessieren sich für die Geschichte Barcelonas? Dann sollten Sie auf keinen Fall meinen Beitrag zum „Schatten des Windes“ von Carlos Ruiz Zafón verpassen. Ein hervorragender Roman, der sich auch in seiner deutschen Übersetzung sehr gut lesen lässt.

Eine Reise durch die Frankophonie – Einmal um die Welt

Mit 13 Jahren begann meine Reise durch die Frankophonie. In meiner ersten Französischstunde betrat mein Lehrer den Raum, stellte seine abgewetzte Ledertasche neben das Pult und schritt von Schüler zu Schülerin. Jedem und jeder Einzelnen gab er die Hand mit den Worten: „Je m’appelle Thomas. Et toi ?“ An diesem Tag öffnete sich für mich ein Tor zu einer Welt, die größer nicht hätte sein können.

Französisch weltweit auf Platz 5

Wussten Sie, dass Französisch weltweit auf allen fünf Kontinenten gesprochen wird? Oder, dass Französisch Platz fünf der weltweit meistgesprochenen Sprachen belegt? Insgesamt sprechen ca. 300 Millionen Menschen auf der ganzen Welt die Muttersprache von Molière, Victor Hugo und Jean-Paul Sartre.

Doch wie kam es eigentlich dazu, dass sich die französische Sprache so weit verbreiten konnte? Dieser Frage wollen wir in diesem Blogbeitrag auf den Grund gehen. Begleiten Sie mich auf meiner kleinen Reise in 7 Minuten um die Welt.

753 Rom schlüpft aus dem Ei

Wir beginnen unsere Reise im alten Rom. Denn genau genommen hat die Entwicklung des Französischen hier ihren Ursprung, als die Römer beschlossen, den Weg Richtung Norden anzutreten. Sie wollten neue Gebiete erobern. Die erste Festung errichteten sie im heutigen Aix-en-Provence. Auf diesem Weg brachten sie auch ihre Sprache, das Lateinische, ins heutige Südfrankreich.

Romanisierung: die Verbreitung des Lateinischen

Von hier aus eroberte Caesar Nordgallien. Durch die Ausbreitung der Römer wurde auch das Lateinische im ganzen Land verbreitet. In den Städten sollte von nun an Latein gesprochen werden. Die Sprache der Römer wurde zum Kommunikationsmittel in der Schule und in der öffentlichen Verwaltung. In der Sprachwissenschaft wird dieser Prozess als Romanisierung bezeichnet.

Der Einfluss anderer Sprachen

Doch so leicht ließen sich die Gallier ihre eigene Sprache nicht nehmen. Ihr Sprachgebrauch beeinflusste das von nun an gesprochene Vulgärlatein. Neue Wörter fanden Einzug in den Wortschatz, insbesondere im landwirtschaftlichen Bereich und in der Alltagssprache. Auch germanische Händler prägten das gesprochene Latein, während sie mit den Römern verhandelten.

Sieg der Franken

Schließlich unterschied sich das im Gebiet des heutigen Frankreich gesprochene Vulgärlatein deutlich vom Sprachgebrauch im fernen Rom. Als das römische Reich zerfiel, waren es schließlich die Franken, die über die Römer siegten. Zwar akzeptierten die Sieger das Vulgärlatein, jedoch prägten sie den Wortschatz durch fränkische Ausdrücke.

Aufgrund der Größe des Gebietes und der unterschiedlichen Einflüsse bildeten sich bald unterschiedliche Dialekte heraus, die im Norden den Langues d’oïl und im Süden den Langues d’oc zugeordnet wurden. Das erste schriftliche Dokument auf Französisch waren die Straßburger Eide von 842. Ab diesem Zeitpunkt kann vom Französischen als eigener Sprache gesprochen werden.

Der Blick nach Osten

Währenddessen eroberten die Franken fleißig weiter und drangen bis ins heutige Belgien vor. So wurde auch die Sprachgrenze weiter nach Osten verschoben. Noch heute teilt diese Grenze Belgien in Flandern und Wallonien.

Ursprünglich war Belgien eine Ansammlung von Kleinstaaten. Im Süden sprach man Wallonisch, einen Dialekt der Langues d’oïl, und im Norden einen Dialekt des Niederländischen, der sich später zum Flämischen entwickeln sollte.

Ein in sich zerrissenes Land

Die belgische Geschichte war stark geprägt von Machtkämpfen. Einzelne Teile wechselten immer wieder zwischen französischer und niederländischer Herrschaft. Unter der französischen Besatzung wurde Französisch im ganzen Land zur Amtssprache erklärt. Die Adeligen und Teile des gebildeten Bürgertums sprachen Französisch, während die übrige Bevölkerung ihre Dialekte bevorzugte.

Im Zuge der belgischen Revolution erlangte das zerrissene Land schließlich im Jahr 1830 seine Unabhängigkeit. Diese führte jedoch nicht zu einer sprachlichen Einheit. Noch bis heute zieht sich ein tiefer Graben entlang der Sprachgrenze. Im Süden hat sich das Französische durchgesetzt. Im nördlichen Flandern spricht man Flämisch und immer wieder brennen Bestrebungen nach einer endgültigen Teilung des Landes auf.

Zwischen den Stühlen

Folgen wir der südlichen Landesgrenze Belgiens, gelangen wir nach Luxemburg. Hier werden heute offiziell drei Sprachen gesprochen:

  • Luxemburgisch
  • Französisch
  • Deutsch

Französisch wird hier aus ähnlichen Gründen gesprochen, wie in Belgien. Nachdem das Land romanisiert wurde, fiel es über Jahrhunderte immer wieder in andere Hände. Zunächst übten die Franken erheblichen Einfluss aus.

Das ursprüngliche Herzogtum Luxemburg wurde mehrfach geteilt und stand neben niederländischer auch teilweise unter französischer Herrschaft. Zeitweise wurde es sogar Teil des deutschen Bundes. Die heute vorherrschende Mehrsprachigkeit des Landes bezeugt immer noch die wechselnden Herrschaftsformen.

Trotzdem ist Französisch die Sprache, die in Luxemburg-Stadt präsent ist. Da hier viele Europäische Institutionen und internationale Banken ansässig sind, leben auch viele Menschen unterschiedlicher Nationaltäten in der Stadt. Sie nutzen Französisch als gemeinsames Kommunikationsmittel.

Stabilität in der neutralen Schweiz

Deutlich stabiler hat sich die Mehrsprachigkeit in der Schweiz entwickelt. Im Zuge der Romanisierung entstanden hier zahlreiche regionale Varietäten. Diese sind auf die Einflüsse aus der italienischen Lombardei und aus dem französischen Burgund zurückzuführen. Durch die Einwanderung alemannischer Gruppen, wurde die Entwicklung dieser Varietäten jedoch eingeschränkt.

Im Mittelalter bildeten sich schließlich klare Sprachregionen heraus, die bis heute nahezu stabil existieren. Aktuell werden in der Schweiz immer noch vier Sprachen gesprochen:

  • Französisch
  • Deutsch
  • Italienisch
  • Rätoromanisch.

Der zweitkleinste Staat der Welt

Wenn wir den Blick nun noch einmal Richtung Frankreich richten, fällt uns der kleine Stadtstaat im Süden des Landes auf, der an Frankreich und Italien grenzt: Monaco. Betrachtet man die geographische Lage des zweitkleinsten Staates der Welt, erscheint es naheliegend, dass hier Französisch gesprochen wird.

Doch ganz so einfach ist es nicht. Ursprünglich wurden hier zwei romanische Dialekte gesprochen: Monegassisch und Okzitanisch. Während letzteres auch in Gebieten Südfrankreichs anzutreffen ist, handelt es sich bei dem Monegassischen um einen italienischen Dialekt.

Monaco unter französischem Schutz

Das in Monaco bis heute ansässige Adelsgeschlecht der Grimaldis entstammt ursprünglich einer italienischen Familie aus Genua. Nachdem Monaco dieser Familie 1191 anvertraut wurde, suchten die Grimaldis immer wieder den Schutz der Franzosen. Auch die Eheschließung mit der französischen Familie Goyon de Matignon verdeutlicht die enge Verbindung.

Heute ist Französisch die einzige Amtssprache Monacos. Seit den 60er Jahren wird aber auch das Monegassische wieder mehr und mehr gefördert. Inzwischen dient es als Unterrichtssprache und auch das Abitur kann auf Monegassisch abgelegt werden.

Von Europa um die ganze Welt

Wir sehen also, dass sich das Französische in Europa im Zuge der Romanisierung entwickeln konnte. Aufgrund von Eroberungen und Machtkämpfen konnte es sich in Europa weiter verbreiten. Doch wie kam das Französische auf die anderen Kontinente?

Der Beginn des französisches Kolonialismus

Wir schreiben das Jahr 1608 als zwei französische Entdecker mit ihren Schiffen in See stechen, um einen Handelsposten am Sankt-Lorenz-Strom zu errichten. Mit ihnen wird die Geburtsstunde der späteren Stadt Québec und des französischen Kolonialismus eingeleitet. In einer ersten Phase eroberten die Franzosen den östlichen Teil des heutigen Kanadas, einen Großteil der USA, einige karibische Inseln und Teile Indiens. Die Erfolgsserie sollte knapp 150 Jahre später vorerst mit dem Verlust des Senegals enden.

Franzosen in Afrika, Asien und Ozeanien

Die folgenden Jahre waren geprägt von Konflikten mit den Briten. Eroberte Gebieten gingen verloren und wurden zurückgewonnen. Mit der Besetzung Algiers begann schließlich 1830 die zweite Phase des Kolonialismus.

Weite Teile Afrikas gelangten unter französische Herrschaft. Gleiches galt für Gebiete in Südasien. In Indochina wurden Vietnam, Kambodscha und Laos erobert. Zudem fielen zahlreiche Inseln im indischen Ozean und in Ozeanien in französische Hände.

Die Kolonialzeit Frankreichs endete 1954 in Asien und 1960 in Afrika. Neben zahlreichen Opfern hinterließ Frankreich viele Entwicklungsländer, die noch heute auf französische Unterstützung angewiesen sind. Tatsächlich gibt es aktuell noch Gebiete unter französischer Herrschaft, die sich tausende Kilometer vom Mutterland entfernt befinden.

Auswirkungen der Kolonialzeit

Zu den französischen Überseegebieten zählen heute zum Beispiel Guadeloupe, Martinique oder Französisch-Polynesien. Diese Gebiete haben teilweise den gleichen Status wie die Regionen und Départements auf dem französischen Festland.

In zahlreichen ehemaligen Kolonialgebieten Frankreichs ist Französisch heute noch Amtssprache, so zum Beispiel in:

  • Senegal
  • Côte d‘Ivoire
  • Mali
  • Neukaledonien
  • Haiti

In anderen Gebieten leben immer noch französische Muttersprachler, obwohl die Amtssprache eine andere ist. Hierunter fallen neben afrikanischen Ländern wie Marokko, Tunesien oder Algerien auch die asiatischen Länder Kambodscha oder Vietnam. Sogar im US-amerikanischen Louisiana gibt es noch eine Region in der eine Gemeinschaft von französischen Muttersprachlern lebt.

Französisch als Weltsprache

Zahlreiche Faktoren haben also dazu beigetragen, dass Französisch zur Weltsprache wurde. Unter den romanischen Sprachen nimmt es aufgrund seiner Verbreitung eine Schlüsselrolle ein.

Belgizismen und andere sprachliche Besonderheiten

Trotzdem wird nicht auf der ganzen Welt das gleiche Französisch gesprochen. Aufgrund der Größe des Gebiets und unterschiedlicher Einflüsse, kann sich die Sprache anders weiterentwickeln. So gibt es Unterschiede im Wortschatz, bei Redewendungen oder auch grammatikalischen Phänomenen. In Belgien beispielsweise werden solche Wörter als Belgizismen bezeichnet. Diese Besonderheiten sind primär in der Alltagssprache anzutreffen. So bezeichnen die Belgier das, was wir in Deutschland ein Handy nennen, als GSM. Die Franzosen bezeichnen dieses handliche Mobilgerät indessen als portable.

Neben alltagssprachlichen Unterschieden kann die Kommunikation auch in bestimmten Lebensbereichen erschwert werden, zum Beispiel im rechtlichen Bereich. Hier  kommt es darauf an, in welcher Rechtssprache ein Vertrag verortet ist. Diese Information ist von besonderer Bedeutung für die Anfertigung einer qualitativ hochwertigen Fachübersetzung. Nur mit diesem Hintergrundwissen kann ein französischer Vertrag, unter Berücksichtigung der zugrundeliegenden Rechtsordnung, korrekt interpretiert und ins Deutsche übertragen werden.

Nähere Informationen zum Thema Rechtsübersetzung finden Sie auch im Bereich Übersetzung und Fachwissen.